Das Buch „Toga & T-Shirt“ ist eine illustrative Zeitreise für Modefans und Modemuffel. Nicht immer hatte man Kindern besondere Stellungen und Rechte zugesprochen. Aus der Kleidung lassen sich zahlreiche Rückschlüsse auf die gesellschaftlichen Verhältnisse vergangener Epochen ziehen. Zum Beispiel die wirtschaftliche und soziale Lage, die familiäre Situation, die gesellschaftliche Rolle des Kindes und die aktuelle Mode. 
So ist die Kleidung eine Art Messgerät der jeweiligen Zeit und kann Aufschluss über gesellschaftliche Zustände geben, von Kulturen erzählen und soziale Strukturen aufzeigen. Durch eine ansprechende Gestaltung sollen die theorielastigen Informationen einfach und für jeden verständlich kommuniziert werden.
Betreuung: Ilka Helmig & Melanie Kurz
Um dem Besucher eine Möglichkeit zu bieten, einen Teil des Projektes
mitzunehmen, biete ich auf der Ausstellung passenden Postkarten.
Das handliche Format von 105 x 148 cm lädt dazu ein, dass diese
im besten Fall - mit einer Visitenkarte - genommen werden und Zuhause aufgrund ihres ästhetischen Wertes aufgehangen oder verschickt werden.
Die Kontaktdaten sind überall vermerkt, sodass ein potenzieller Interessent mich ohne Schwierigkeiten erreichen kann.
Im Rahmen der DIPLOMA hängen diese beiden Poster in
unmittelbarer Nähe des Buches, damit sie direkt zugeordnet werden können.
Im Format DIN A1 dienen die beiden Plakate auf der Ausstellung zur Erweiterung des Projektes. Für die Besucher meines Standes sollen die Plakate als erste Informationsquelle dienen und dann die Aufmerksamkeit auf das Buch lenken.

Die Farbpalette besteht aus fünf Farben, die ins warme und kalte
Spektrum hineinreichen, um eine diverse Farbwelt bei den Illustrationen zu schaffen.
Tatsächlich inspirierte mich bei meiner Recherche zuerst die
Farbe Ocker, die als die erste von Mensch hergestellte Farbe gilt.
Dazu passen das erdfarbene und rote Braun, welche eine Abdunklung
dieses Tons darstellen. Im Gegensatz zur Erde steht der Himmel,
welcher Blau gefärbt ist. So ist die Farbwahl nicht nur harmonisch,
sondern auch symbolisch.
Raster
Das Raster besteht aus einem strukturierten Layout mit viel Weißraum,
welches an ein Lexikon erinnert. Es soll luftig wirken.
Das Bild befindet sich rechts, wo der Leser direkt beim
Aufschlagendes Buches hinschaut. Der Bildanteil ist sehr groß,
um die Information so weit es geht zu illustrieren. Dennoch soll die Prozentzahl
des Textes hoch genug sein, um Schmökern zu können.
Muster & Grafische Elemente
Ich habe viel ausprobiert, bis ich zu dem finalen Stil kam. Von Analog
mit Buntstiften, bis Digital mit dem Grafiktablett. Ganz gefallen
hat mir beides nicht.
Am Anfang stand jedoch der Gedanke, die Ästhetik von Genähten,
Garn, Schnittmustern aufzugreifen und diese mit klassischen
Modezeichnungen (z. B. aus der VOGUE) zu verbinden.
Darum plante ich zunächst, die Illustrationen zu nähen — davon riet
mir der Kurs jedoch ab, weil es zu aufwendig ist. Daraus resultierte die
schraffierte Strichtechnik, die versucht Stickwaren zu imitieren.
Arbeitsweise
Schritt 1:
Zuerst habe ich Stichworte aus dem Text herausgesucht,
von denen die Illustration handeln soll.

Schritt 2:
Dann kam die Materialsuche aus der Recherchesammlung.
Es wurde Kleidung aus der Zeit benötigt und gegebenenfalls
ein Modell.

Schritt 3:
Hier habe ich zwei Varianten verwendet. Von der Referenz wird
entweder eine Skizze mit Bleistift angedeutet und anschließend mit
einem Tuschestift auf einem DIN A3 Aquarellpapier finalisiert wird.
Die Papierstruktur durfte nicht zu grob sein, denn die Linien sollten
nicht verwaschen wirken. Bei der anderen Variante fertigte ich die
Skizze digital am Bildschirm an und tuschte direkt auf dem Monitor.
So sparte ich mir einen Arbeitsschritt und war auf der sicheren Seite,
was die Anatomie anging.

Schritt 4:
Im vierten Schritt wird die Tuschezeichnung eingescannt. Da ich ein
großes Format bei der Illustration eingeplant hatte, kam es hier zu
kaum Qualitätsverlust.

Schritt 5:
Aus der Farbpalette habe ich die Flächen aus der Zeichnung
digital mit dem Grafiktablett eingezeichnet. Die
Farben kombinierte ich, sodass mir eine relativ große
Farbauswahl zur Verfügung stand. Mir war eine getreue
Darstellung des Referenzmaterials wichtig, ohne meine
eigene Interpretation zu verlieren. Diese Haltung nahm
ich aus dem Buch „Modezeichnungen in der Vogue“ von
William Packer mit.
Schritt 6:
Um die digitalen Flächen analoger und lebendiger aussehen zu
lassen, fügte ich selbstgestaltete Texturen hinzu. Diese bestanden aus
unterschiedlichen Materalien, wie Aquarell, Copic-Markern, Blei- und
Buntstiften.

Schritt 7:
Ab ins Layout damit!

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