Cover und eine Doppelseite
Briefing

News & Stories − Entwicklung eines Bookazines
Nicht alle relevanten Themen schaffen es auf die Titelseiten unserer Nachrichtenmagazine und oft bleiben komplexe Zusammenhänge zugunsten weniger Schlagzeilen auf der Strecke. Das wollen wir untersuchen und bearbeiten um Randnotizen und Hintergrundinformationen eine Plattform bieten. 
Wir haben im Format eines Bookazines* Themen und Neuigkeiten, wichtige Zusammenhänge oder verborgene Details ans Licht bringen. Redaktionell, gestalterisch, informativ. Mit den Mitteln der Typografie und der Illustration − in Wort und Bild. 

Die Inhalte wurden recherchiert, gesammelt und zusammengetragen − sie kommen aus unterschiedlichen Quellen, Zeiten und Medien und haben verschiedene inhaltliche Tiefe und Komplexität. Dies gilt es sinnvoll in einen spannenden Zusammenhang zu gliedern um ein aussagekräftiges Gesamtbild zu kommunzieren. Dabei spielt die Debatte, das Für und Wider einer Aussage ebenso eine Rolle, wie der Versuch die Hintergründe zu beleuchten und gegebenfalls in einem anderen Licht darzustellen.

Aufgabe war es, ein Bookazine mit einem selbst gewählten Thema zu erstellen und in Form einer experimenteller Herangehensweise neue Wege der Kommunikation zu erforschen. Alle Mittel sind erlaubt, das Printmedium kann in den digitalen Bereich erweitert werden. Zu jedem Projekt entsteht darüber hinaus ein Plakat, was den Inhalt schnell und prägnant vermittelt.
*Bookazine = englisch, zusammengesetzt aus book = Buch und magazine = Magazin.

Konzept

„Strohmann“, abgeleitet von ‚Strohmann-Argument‘, versteht sich als ein Aufklärungsmagazin, das in der Medienlandschaft die durchsetzt von ‚Fake News‘, ‚Alternative Facts‘ und blanker Manipulation ist, eine Orientierung bieten will und hilft diese zu erkennnen.

Der Ursprung der Fake-News, Medien-Manipulation an historischen Beispielen und Parallelen zur Moderne werden behandelt.  
Typografie

Die typografischen Elemente von Strohmann bestehen aus ausschließlich zwei Schriften: 
Die Hypatia Sans Pro Bold als Headline Font, sowie die Arnhem in verschiedenen Schnitten für verschiedene Ansprüche. Die Arnhem Blond bildet dabei die Brotschrift. Die Arnhem Bold Italic dient als Kennzeichnung für Einleitungen.
Die Kombination aus der Hypatia und der Arnhem entstand als Überbleibsel aus dem ersten Konzept und spiegelt den Kontrast zwischen modern und alt wieder. Die Hypatia, eine moderne und eigene Grotesk bildet einen guten Kontrast zur Fließtextschrift Arnhem. So entsteht ein klares Zusammenspiel für eine klare Wiedererkennung.​​​​​​​
Arnhem
Hypatia
Detail der Typografieanwendung
Grid System

Eine klare Linienführung im Gestaltungsraster und eine gezielte hierarchische Anordnung der Gestaltungselemente fördert die korrekte Blickführung des Lesers durch das Magazin. Die einzelnen Seiten wechseln sich in Gestaltungsschwerpunkt ab, um ein abwechslungsreichen Lesefluss zu gewährleisten.

Das Gestaltungsraster basiert auf einer Matrix von Rechtecken. Die Maße der Rechtecke und deren Abstände sind angepasst ans Grundlinienraster und ermöglichen dass Gestaltungselemente und Schrift immer eine gemeinsame Linie bilden können um ein geschlossenes Bild. 

Die Matrix ermöglicht ein freies Gestalten der Seiten ohne sich allzu sehr zu wiederholen  
und ermöglicht auch Ausnahmefällen genug Spielraum zu bieten. So wird sichergestellt dass keine Ermüdung des Lesers entsteht, auch bei langer Lesedauer. Ein wichtiger Punkt im Layout war der gezielte Weißraum–Einsatz, einerseits um den Illustrationen genug Spielraum zur Wirkung zu ermöglichen, aber auch für die typografische Lesbarkeit. Es verhindert Bleiwüsten, die die Augen ermüden.
Finales Layout Design

Das Design von Strohmann orientiert sich an minimalistischer und moderner Magazingestaltung, sowie an klassischer Buchgestaltung, mit einigen Einflüssen aus der britischen Buchgestaltung (siehe Paginierung). Die Gestaltungselemente sind dabei dezent gehalten, um den zwei Hauptelementen, Illustrationen und Typografie genug Spielraum zu bieten ihre Wirkung zu entfalten. 
Illustrationen

Unsere Illustrationen bestehen durch ihre Vielfältigkeit. Somit simulieren wir eine Bandbreite von Beiträgen von verschiedenen Illustratoren. Die limierte Farbpalette diente lediglich als Beschränkung. Wert legten wir auf eine Mischung von unterschiedlichen Medien. So entstanden viele Serien von Illustrationen, digital und analog.
Inspiration und Einfluss bekamen wir von modernen Editorialillustrationen, klassischen Karikaturen und der Netzkultur.​​​​​​​
Scribble
Finale Illustration
Doppelseite mit Illustration mit dem Thema "Nacktheit im Internet"
Merkel vs. Petry - Meinungsmache
Einleger

Den Einleger „Zitiert“ stellt auf einem Format, welches genau die Hälfte des Magazins ist, einige Illustrationen vor, die sich mit dem Thema Streiten, Zitaten und Debattieren auseinandersetzen. Dabei wurde von der Farbe nur auf ein Schwarz zurückgegriffen, um den Blick auf die Handletterings und den Strich zu lenken.
Er ist hinausnehmbar und bietet somit die Möglichkeit, sich die Zeichnungen auch ohne Magazin anzuschauen. Um sich auch mehr von der Blickrichtung des Magazinlayout abzugrenzen, haben wir es horizontal gesetzt. Ganz nach der Aussage: Bei Zitaten ist der zweite Blick sehr wichtig, besonders auf die Quelle. 
Poster

Um das neue Magazin zu bewerben, haben wir uns für ein DIN A1 Poster entschieden, welches mit einer passenden Illustration Aufmerksamkeit erregt. Mögliche Platzierungen sind Zeitschriftenläden, Bahnhöfe oder Bibliotheken. Die handgeschriebene Font soll den Zeichnungscharakter unterstreichen.
Die Farben wurden mittels Siebdruck aufgetragen. Insgesamt fertigen wir 5 individuelle Einzelstücke an.
Dieses Projekt wurde betreut von Prof. Eva Kubinyi und Prof. Ilka Helmig in unserem 6. Fachsemester an der FH Aachen.

Vielleicht auch was für Dich?

Back to Top